Whatsapp, Facebook & Co

Klicksalat klärt auf

Jörg Kabierske, derGründer von Klicksalat, informierte die Schüler über Chancen und Gefahren des World Wide Web

Web 4.0, Musical.ly, Snapchat – derlei Begriffe standen am Donnerstag, den 27. April, beim Cybermobbing-Infotag im Zentrum. Jörg Kabierske, seines Zeichens Gründer und Geschäftsführer von „Klicksalat“, stattete der privaten Realschule Pindl einen Besuch ab. Er klärte die Schülerinnen und Schüler der Unterstufe über die Chancen, aber auch die Gefahren und Risiken, die mit der heute üblichen Onlinekommunikation einhergehen, auf. Auch die Eltern waren abends zugeladen – Ziel war es die gesamte Schulfamilie innerhalb eines Tages über neue Medien zu informieren.

Statt den üblichen Vortrag lud Kabierske die Schüler in Form eines Workshops dazu ein, das Thema interaktiv mitzugestalten und erarbeitete gemeinsam mit ihnen das Problem „Cybermobbing“ und viele andere Online-Felder. Dazu gehörte etwa ein einfacher Medienzeitplan. Es sei wenig sinnvoll, abends in Bett zu gehen, um anschließend noch eine gute Stunde in sozialen Netzwerken zu verbringen. Wichtig für die Gesundheit wäre es das Handy eine Stunde vorm Schlafen gehen weg zu packen. Auch in der Schule sollte das Handy außer in Notsituationen absolut tabu sein – ausgenommen davon sei selbstverständlich die sinnvolle Nutzung. Problematisch werde es auch, wenn der Übungscharakter von Hausaufgaben verloren gehe, etwa indem diese in den WhatsApp-Klassenchats bereitwillig verschickt werden, um später von anderen stumpf abgepinselt zu werden.

Neben solch gut gemeinten Mediennutzungstipps klärte Kabierske die Kinder auch über die Cloud auf. Denn alles, was jemals online gestellt wird, findet sich in solchen „Wolken“ wieder und könnte jederzeit – auch in böswilliger Absicht – genutzt werden. Auch die „Privat“-Nachricht schütze davor nicht – so könnten Screenshots oder gar Screencasts – also Fotos oder Videos des Bildschirminhalts – angefertigt und verbreitet werden. Entsprechend appellierte Kabierske für einen umsichtigen Umgang mit privaten Daten – auch und gerade beim vermeintlich privaten Chat mit Freunden.

Bereits Zehnjährigen ist der Umgang mit Internet und Smartphone heutzutage vertraut – einige Eltern haben bei der Onlinekommunikation ihrer Kinder bereits den Überblick verloren. Andere wiederum bieten technisch ihren Nachwuchs Paroli – beide Gruppen konnten sich beim am selbigen Tag stattfindenden Elterninfoabend über die Chancen und Risiken des World Wide Web, insbesondere auch für ihre Kinder, informieren.